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Sonntag, 11. Februar 2018

Zauberbeutel

Das Kind hat Zauberei entdeckt. Also Zaubertricks, natürlich. Da gibt es ja so richtige Sets zum Kaufen, wo man verschiedenste Gerätschaften mit doppeltem Boden usw. dabei hat. Ein netter Trick ist auch der, wo einer aus dem Publikum ein kleines Tuch in einen Beutel steckt, der Beutel wird geschlossen, man streut magisches Salz drauf und sagt eine Zauberformel, und wenn der Zuschauer wieder die Hand in den Beutel steckt, ist er leer. Sowas müsste man ja ganz einfach nähen können. Aber habe ich irgendeine Anleitung dazu gefunden? Gut, man weiß halt nicht genau, wonach man suchen soll, aber es ist mir mit allem, was mir eingefallen ist, nicht gelungen, auch nur eine annähernde Beschreibung dafür zu finden. Also habe ich selber nachgedacht und einfach drauf los genäht.

Also der Beutel besteht aus einem glatten Oberstoff mit Sternen drauf, damit er ein bisschen magisch aussieht - klassischer Dekostoff, vermutlich für Weihnachten gedacht. Innen habe ich roten Pannesamt verwendet, damit a) nichts durchsichtig wird und b) der Beutel eine gewisse "Eigendicke" bekommt - so spürt man nicht sofort das "verschwundene" Tuch durch den Stoff. Und in der Mitte des Innenbeutels ist natürlich eine doppelte Pannesamt-Wand. Der Zauberer muss nur darauf achten, beim ersten Mal öffnen diese Trennwand zu einer Seite zu geben und beim zweiten Mal zur anderen Seite. Dann ist der Trick gelungen. :-)

Donnerstag, 25. August 2016

Refashion: Rock aus Herrenhemd (MILCH)

Ich war ja letztes Jahr im Frühling bei einem MILCH Nähworkshop, wo wir aus alten Herrenhosen und -hemden (hauptsächlich) neue Kleider und Röcke gemacht haben. Mein "Hosenkleid" hatte ich ja quasi gleich fertig, aber ich nähte in dem Workshop auch noch ein paar andere Sachen, die etwas Nachbearbeitung noch gebraucht haben. Und wie das so ist mit den fast-fertigen Sachen, blieb das eine gaanze Weile liegen. Irgendwann kam der Winter, da trage ich - wenn überhaupt - dickere Röcke, und so verging ein Jahr, bis ich da weitergemacht habe.

Mit dem hier bin ich aber schon länger fertig, und ich trage ihn auch sehr gerne. Der Rock ist aus ÄRMELN von Herrenhemden genäht; von denen bleiben nämlich viele übrig, wenn man ein KLEID aus Hemden näht. Ich habe dieses Modell jetzt nicht auf der MILCH Website gefunden, vielleicht war das auch nur für den Workshop aktuell, aber ich finde es ziemlich super. Weil Röcke und Kleider aus hellen, gestreiften Herrenhemden schnell eine gewisse "Nachthemd-Optik" bekommen, habe ich meine grün gefärbt. Da kamen einige Nähte und vor allem die Knopflöcher gut hervor, weil die mit synthetischem Faden genäht sind, aber ich finde, das passt hier gut. Es werden auch fast alle Manschetten der Ärmel verwendet, daher kann man ruhig erkennen, dass dieses Kleidungsstück früher etwas anderes war.

Dienstag, 5. Januar 2016

Aufbewahrung für Kaminanzünder und Feuerzeug

Was ist schöner als ein loderndes Feuer im offenen Kamin an einem kalten Winterabend? Richtig: Ein loderndes Feuer in einem Kamin, bei dem die Anzünder, Feuerzeug, Streichhölzer und Zeugs nicht dauernd herumliegen. Diese Anzündwürfeln sind ja richtig praktisch, daher möchte ich sie auch haben, aber ich habe keinen sinnvollen Platz, wo ich sie aufbewahren kann. Und schön ist die Schachtel von den Dingern wirklich nicht. Da schlichtet man sich das Brennholz wie in einer Schöner Wohnen Reportage quasi als Designerturm hinauf, und dann liegen solche optische Störfaktoren herum. Also habe ich beschlossen, eine schöne Tasche zu nähen, in der ich das alles verstecken kann.

Die Tasche durfte auf keinen Fall zu weihnachtlich sein, nicht mal winterlich, weil sie praktisch das ganze Jahr beim Kamin stehen wird. Daher habe ich nach Stoffen in Natur-Optik gesucht: braun und mit etwas Struktur wie das Holz, grau wie der Stein im Kamin. Ich hatte in Erinnerung, dass ich irgendwo in meinem Stoff-Fundus einen schönen, braunen Cordstoff habe. Auf der Suche nach diesem Stoff habe ich vieles gefunden, von dem ich vergessen hatte, dass ich es habe - aber nicht diesen Cordstoff. Ich habe mich stattdessen für einen strukturiert gestreiften, festen Möbelstoff (aus einem Stoffmuster, diese Dinger sind echt super) für das Äußere und einen cremefarbenen, dickeren Baumwollstoff mit grauen Rosen für das Innere entschieden. Für die Innenseite hätte mir zwar etwas mit mehr Birkenrindenoptik besser gefallen, passend zu meinen schönen Teelichthaltern, aber man sieht eh nicht viel davon. Ich habe sechs Laden voller Stoffe, da gehe ich nicht wegen 40x40 cm extra einen neuen kaufen.

Ich finde, dass die Tasche sehr schön geworden ist, alles hat Platz drin und ist gut verstaut und trotzdem griffbereit. Den braunen Cordstoff habe ich übrigens nachher noch gefunden ...

Dienstag, 15. Dezember 2015

Weihnachtsgeschenk: Hülle für den Reisepass

Ich habe einen ganz kleinen Neffen, der sich (so sagt jedenfalls seine Mutter ...:-) zu Weihnachten eine Hülle für den Reisepass wünscht. Die Oma hat gegoogelt und eine kleine Odyssee durch verschiedenste "echte" Geschäfte gemacht, aber nichts dergleichen taugliches für Kinder gefunden. Da habe ich mir gedacht, es kann doch nicht so schwer sein, das selbst zu nähen?

Ist es auch nicht. Ich habe eine Anleitung gesucht, mehrere gefunden und mich für diese entschieden. Einen netten Stoff aus dem Schatzkammer geholt (mir hat gut gefallen, dass da ein Vogel drauf ist, da ich Reisepässe hauptsächlich mit Flugreisen verbinde) und bin Schritt für Schritt nach der Anleitung vorgegangen (den Teil mit der Landkarte auf der Vorderseite habe ich weggelassen). Am Ende kam eine Reisepasshülle - für Kinder passend - raus, die auch noch perfekt auf den Pass passt. Ein Weihnachtsgeschenk abgehakt!

Sonntag, 31. Mai 2015

Pimp my Ikea Hocker

Kleinmöbel von Ikea scheinen diese Eigenschaft zu haben, jeden Umzug und jedes Ummöblieren irgendwie zu überleben, denn auch wenn man sie "jetzt gerade" nicht wirklich braucht, vielleicht kommt ja mal der Tag, wo man wieder GENAU so ein Teil braucht ... So geschehen mit diesem alten Hocker mit einem abnehmbaren Textilbezug. Der stand schon jahrelang irgendwo herum, unauffällig, nicht besonders schön aber auch nicht unansehnlich, nicht im Weg, aber auch nicht in Gebrauch. Bis jetzt.

Auf einmal war ein neuer, leerer Platz aufgetaucht (der Wickeltisch wurde verabschiedet und weitergereicht), wo eine Sitzgelegenheit von Nöten war - aber unbedingt eine mit einer Aufbewahrungsmöglichkeit für die, ähem, Pausenlektüre. Denn die Pausenlektüre wäre sonst am Boden herumgelegen, und das kommt nicht in Frage. Es musste also eine Tasche her.

Nach einem relativ erfolglosen Waschgang habe ich den alten, staubigen (Weiß ist halt nach einigen Jahren wirklich ziemlich undankbar) Hockerbezug einfach mit Textilfarbe ein neues, dunkelgrünes Leben verpasst. In meinem Stofffundus gab es wieder mal einen, wie ich meine, ziemlich geilen Retrostoff, der von Optik und Qualität gut dazu passt, so eine Tasche ist wirklich in wenigen Minuten angenäht, und jetzt ist der Hocker nicht nur doppelt nützlich, sondern auch noch hübsch zum Ansehen. Was will man mehr!

Donnerstag, 30. April 2015

Genial/einfach: Stofflabyrinth

Ich habe mal von den Ideen geschrieben, die man quasi blitzartig bekommt und sofort umsetzen muss. Hier ist wieder so eine: In einer Gruppe hat eine nach Näh-Ideen für Kinder-Geburtstagsgeschenke gefragt, eine andere hat "Stofflabyrinth" inkl. Link zu einem Tutorial geantwortet, und wenige Stunden später war meins fertig.

Das funktioniert so: man druckt sich eine Labyrinthvorlage in gewünschter Größe aus, schneidet zwei um ca 2-3 cm größere Stoffstücke zu (idealerweise eines davon ohne Muster, damit man nachher das Labyrinth gut sieht) und näht sie rechts auf rechts zusammen (Öffnung zum Wenden lassen). Wenden, pressen, das Labyrinth drauflegen und über das Papier einfach drübernähen, nachher das Papier wegreißen. Durch die Wendeöffnung noch schnell einen Glasstein hineinstecken (im Foto zur Verdeutlichung oben draufgelegt), Öffnung zunähen, und schon können kleine Finger versuchen, den Stein den richtigen Weg von Ecke zur Ecke durch das Labyrinth entlang zu schieben.

Donnerstag, 16. April 2015

Refashion à la MILCH: Das Hosenkleid

Letztes Wochenende hat die Cloed von MILCH zu einem "All-you-can-sew"-Workshop eingeladen, bei dem ich mitgemacht habe, weil mir erstens die coolen Upcycling-Designs von Cloed sehr gut gefallen und ich mir zweitens die Location anschauen wollte; das magdas HOTEL im Prater. Und es war beides - der Workshop und das Hotel - sehr, sehr super! Außerdem hatte ich Gelegenheit, wieder Mal ein bisschen mit der lieben Nunu zu plaudern, weil sie auch dort war und sich ein paar Kleider genäht hat. Und die anderen Teilnehmerinnen waren auch sehr nett, es war überhaupt eine sehr nette, konzentrierte aber kreative Stimmung.

Cloed macht unter der Marke MILCH eben sehr, sehr coole Sachen (Kleider, Röcke, Taschen, Hüte, ...) aus alten Herrenhosen und -hemden, und an diesem Tag stand sie mit einem Riesenhaufen frisch gewaschener Altkleidung, vielen Schnittmustern, vielen fertigen Stücken zur Inspiration und ihrem gesamten Wissen uns Workshopteilnehmerinnen sieben Stunden lang zur Verfügung. Ich bin mit zwei Röcken und zwei Kleidern nach Hause gegangen, ich muss allerdings bei den Röcken und beim Hemdkleid noch ein bisschen säumen und so Kleinarbeit machen. Aber das Hosenkleid habe ich jetzt ganz fertig, und ich habe es heute zum ersten Mal ausgeführt.

Hier ist die Vorlage/das Original von MILCH, und unten seht ihr meine Version - links die beiden Hosen vorher. Cloeds Model hatte zwar nicht ganz so einen bad hair day wie ich heute, aber what shall's, es geht um das Kleid :-)

Donnerstag, 19. März 2015

Safarikleid Refashion

Ich habe mir mal so ein sandfarbenes, langes, geknöpftes Kleid im "Safari-Look" gekauft, vermutlich ist es schon an die zwanzig Jahre her. Ich erinnere mich, dass ich es getragen habe, aber die meiste Zeit hing es wohl irgendwo im Kasten. Es ist aus einer guten Leinen-Baumwoll-Mischung, die sehr angenehm zu tragen ist, aber vom Stil her gefiel es mir überhaupt nicht mehr, und die Farbe ist einfach nicht besonders gut für mich. Also habe ich beschlossen, es entsprechend zu ändern.

Schritt 1: Ab in die Waschmaschine mit Textilfarbe. Ich liebe halt grün ... :-) Schritt 2: Kürzen. VIEL. Schritt 3: Auch die Ärmel habe ich gekürzt und etwas schräg geschnitten, damit die Form ein bisschen femininer wird. Schritt 4: Neue Knöpfe, denn die alten blassen Plastikknöpfe sind gegen das neue Grün unvorteilhaft aufgefallen. Ein Gürtel - oder in diesem Fall der Strickschal, den ich letztens gemacht habe - für die Taille, und fertig ist das neue Safarikleid!

Donnerstag, 29. Januar 2015

Die nächste stylishe Mini-Wickeltasche

Eine liebe Freundin bekommt in wenigen Wochen ihr erstes Baby, heute richten wir ihr eine Babyshower aus, und mein Mitbringsel (neben rosa Cupcakes - es wird ein Mädchen :- ) ist meine altbewährte Wickel-Clutch.

Ich LIEBE diese alten "retro-gemusterten" Baumwollstoffe, und diese Tasche finde ich einfach supercool. Mal was anderes als die ganzen Eulen, Teddybären und Blümchen, die man sonst so sieht.

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Was tun wenn die Tischdecke zu kurz ist?

Im Nachhinein betrachtet kann ich gar nicht erklären, wie es dazu kommen konnte, denn den Tisch habe ich schon sehr lange. Und das Tischtuch auch, soweit ich mich erinnern kann. War es ein Fehlkauf gewesen? Oder vielleicht einfach ein zu klein geratenes Geschenk? Jedenfalls hatte ich diese Tischdecke aus Leinen in guter Qualität, und mir haben sowohl Stoffstruktur als auch Farbe super gefallen, also habe ich mich neulich mit der Frage beschäftigt: Was tun, wenn die schöne Tischdecke nicht zum Tisch passt, weil sie zu kurz ist? Nachdem die Decke einfach jahrelang in der Schublade lag (aufschieben ist zwar keine Problemlösung, aber manche Lösungen wollen einfach erst mal reifen), habe ich die Sache jetzt angepackt und erledigt.

Man nehme also eine Tischdecke, die genauso lang ist, wie der Tisch. Links und rechts irgendwas drannähen wollte ich nicht, denn das sieht dann meistens so angestückelt aus, dass man erst recht merkt, wie blöd die ursprüngliche Länge war. Also habe ich einen GANZ anderen Stoff dazugenommen (nämlich Organza, wodurch man dann auch den schönen Holztisch darunter sehen kann) und mehrere Teile gemacht. Gemessen und gerechnet, Nahtzugaben addiert und wieder abgezogen, nochmal gerechnet, geteilt und gehofft. Und noch dazu sogenannte französische Nähte gemacht, damit es richtig schön wird. Alles in allem ein ziemlich denkintensives Projekt (links auf links, rechts auf rechts, wieviel kommt dazu, und wieviel ist dann wieder weg? etc.), aber es hat Spaß gemacht, und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden!

Samstag, 6. Dezember 2014

Weihnachtsgeschenke zugenäht

Ich bin ja schon lange der Meinung, dass es nicht immer Geschenkpapier sein muss, wenn man etwas schön verpacken und herschenken möchte. Daher habe ich die Weihnachtsgeschenke für meine Kunden heuer auch nicht in Papier verpackt, sondern ganz einfach in Jute eingenäht.

Was drin ist, kann ich natürlich nicht schon am 6. Dezember sagen, aber so viel sei verraten: es hat etwas mit ausgesuchten kulinarischen Köstlichkeiten zu tun ... :-)

Freitag, 31. Oktober 2014

Verstrickt und umgenäht

Da war diese norwegische Fernsehmoderatorin, die sich einen Pullover gestrickt hat, und schon haben ALLE Frauen in Norwegen den Pulli nachgestrickt ("Skappelgenser", falls das wen interessiert ..."). Ich war als Wahlausländerin zwar etwas spät dran, habe aber letztes Jahr auch ein Exemplar der Gattung gestrickt. Aus feinster Alpakkawolle mit Merino gemischt. Quasi ein kleines Vermögen in Wolle angelegt.

Nach der Fertigstellung entwickelte sich aber eine Hassliebe. So leicht! Und trotzdem so herrlich warm! Diese wunderbare Farbmischung! Die schöne Struktur! So schnell fertiggestrickt! Und dann VIIIIIIEL zu lang, völlig schief zusammengenäht und so locker, dass man gefühlt alle 5 Minuten irgendwo hängenbleibt und eine Masche ausreisst *grrrrrrr*!

Das fertige Ergebnis war eigentlich kaum zu tragen. Nicht mal als Kleid oder "Longshirt". Auftrennen unmöglich. Wegwerfen VIEL zu teuer und eigentlich doch zu schön. Also blieb mir nur eines: Unten ein paar Mal mit Zickzackstichen rundherumnähen und beinhart abschneiden.

Ich überlege noch, ob ich mit dem unteren Rand noch etwas machen soll, aber bis dahin trage ich das Teil einfach so wie es ist. Weil es doch sooooo schön leicht und warm ist. Und ich die Farbmischung liebe. Und diese schöne Struktur ... :-)

Sonntag, 12. Oktober 2014

Geschenkbeutel für Herrn P.

Weil:

  • Man sie so super individualisieren kann
  • und man sie nachher für andere Sachen weiterverwenden kann
  • und sie so schnell genäht sind
  • und sie so viel umweltfreundlicher als Geschenkpapier sind
  • und so viele Stoffreste weg müssen
nähe ich so gerne diese kleinen Taschen als Geschenkbeutel. Und diesmal war der junge Herr P. dran, der zur Taufe Holzklötze in seinem ganz persönlichen Stoffsackerl bekommen hat.

Freitag, 26. September 2014

War: Geschirrtücher. Ist: Turnbeutel fürs Kind

Da kriegt man so ein halber Meter großes Zwutschgerl, und wenig Zeit später ist es doppelt so groß und geht TURNEN. Und wer turnen geht, braucht natürlich einen feschen Turnbeutel, somit hat Mama in ihrem Stofffundus gekramt und zwei alte Geschirrtücher aus dicker, fester Baumwolle gefunden, die sich bestens dafür eignen.

Tücher aufeinander legen, passende Größe ausschneiden (meiner ist ca. 30 cm breit und 35 cm hoch, in der Höhe 5 cm dazurechnen für den Schnurtunnel). Ich habe dann noch ein Stück Stoff in der selben Breite aber weniger hoch ausgeschnitten, damit innen die Patschen getrennt von der Kleidung aufbewahrt werden können. Stoffe rechts auf rechts legen (das Trennteil oben drauf), alle Seiten zusammennähen, aber auf der einen Seite die letzten 10 cm offen lassen. Oben dann eben 5 cm nach innen umschlagen für den Tunnel und diesen nähen. Kordel in passender Länge durchfädeln (ich nehme dafür immer eine große Sicherheitsnadel), an der unteren Ecke eine Öse einschlagen, fertig!

Da das eine Geschirrtuch bei einer Siebdruck-Session von mir vor ein paar Jahren dabei war (so wie übrigens auch der Stoff, der bei dieser kleinen genähten Tasche zum Einsatz kam), hat der fertige Turnbeutel sogar den Namen des kleinen Turners drauf. Verwechslungen 100% ausgeschlossen. :-)

Sonntag, 10. August 2014

Pink Batik Refashion

Eines der "anderen Dinge", die ich damals aus Schwiegeromas Kasten mitgenommen habe, war ein langes, pinkes Batikkleid aus Baumwolle. Dieses Pink ist sowas von gar nicht meine Farbe, daher habe ich schon mal das ganze Ding mit einer Packung grüner Textilfarbe in die Waschmaschine geworfen in der Hoffnung, dass das Ergebnis halbwegs brauchbar wird.

Und ich finde das Ergebnis großartig! Was weiß war ist grün geworden (no-na-ned) und das rosa/pinke ist jetzt so tief rot-braun. Super! Ich habe zum Schluss noch den (kaum vorhandenen) beklemmenden Halsausschnitt um einige Zentimeter luftiger gemacht, und schon habe ich ein schönes neues Sommerkleid, Version lang.

Montag, 28. Juli 2014

Von Zuckerlrosarüschen zum Cowgirlkleid

Ja, ich war am Wochenende ein bisschen im Nähfieber, weil mir schon so lange ein paar Projekte im Kopf herumspukten, und ich musste sie einfach dort raus und in die Welt bringen. Das schnellste war ein Muumuu Refashion, wie gestern berichtet, aber angefangen hat das ganze mit einer alten blassrosa Rüschentunika von mir. Die habe ich nämlich zuerst mit einer Packung Textilfarbe in Jeansblau in die Waschmaschine geworfen, und musste daher warten, bis die Färberei fertig war (in der Zwischenzeit ging sich locker das Muumuu-Projekt aus ;-)

Ich war mit dem Farbergebnis super zufrieden! Es ist halt jedes Mal eine kleine Überraschung, ob nun die Nähte auch mitgefärbt werden oder nicht (hängt natürlich davon ab, ob mit Nähgarn aus Naturfasern oder Synthetikfasern genäht wurde), aber ich fand es in diesem Fall sogar besser, dass sich die Nähte optisch abgesetzt haben.

Zuerst mussten die Rüschen und diese Schnürchen weg, schnipp. Interessanterweise haben die Designer dieser Tunika beschlossen, dass mitten in der Knopfleiste an einer Stelle statt dem Knopf zwei Bänder zum Mascherl binden sein sollen, aber ich war genauso fertig mit Mascherln wie mit Rüschen, daher machte ich aus dem einen Bändchen eine Schlaufe und nähte den Ersatzknopf vis-a-vis an (wie viele Menschen verwenden jemals den Ersatzknopf, den man meistens mit einem Kleidungsstück mitgeliefert bekommt?). Jetzt ist kaum zu erkennen, dass da mal ein "Loch" war.

Ich hatte vor, aus der Tunika ein Kleid zu machen, daher habe ich gleich eine breite Stoffborte mitgefärbt (die war vorher hell-türkis mit einem grellen Grünstich ... Hätte ich so eher nie verwenden können). Die Borte habe ich einfach unten angenäht und zum Schluss noch die Ärmel gekürzt. Und so sieht das Ergebnis aus:

Sonntag, 27. Juli 2014

Es ist ein Muumuu! Refashion

Ich folge bereits seit fast zwei Jahren dem tollen Blog von Jillian Owens, Refashionista.net, und da habe ich immer wieder coole Refashions von sogenannten Muumuus gesehen. Groß war also meine Freude, als mir (neben ein paar Krawatten und anderen Dingen) bei einem Besuch bei der Schwiegeroma ein waschechtes Exemplar dieser wunderbaren Kleidergattung in die Hände fiel, und noch dazu in einer coolen Farbe und mit einem absolut tragbaren Muster!

Dieses Wochenende war es dann so weit, mein Muumuu kam unter die Nadel (wird das jetzt eh nicht irgendwie zensiert oder so ...? :-) Ich habe es ganz simpel gemacht: Ärmel und Länge gekürzt und gesäumt, aus dem abgeschnittenen Teil einen Gürtel gemacht, fertig war mein neues buntes Sommertop. Und ich habe es seither kaum ausgezogen! :-) Außer vielleicht um ein paar andere Refashions anzuprobieren und weiterzubringen, aber dazu morgen mehr ...

Sonntag, 1. Juni 2014

Coole Tasche aus Opas alten Krawatten

Ich bin schon seit Tagen im absoluten Näh-Modus. Einerseits habe ich endlich meine Overlock-Maschine, die ich schon vor laaanger Zeit gekauft habe, ausgepackt und getestet: das ist so super! Da wird noch sehr viel Tolles entstehen, das weiß ich jetzt schon! Von den Testergebnissen zeige ich an dieser Stelle allerdings nichts, denn so spannend waren die Sachen nicht (zum Beispiel eine Mütze und ein Raglan-Shirt in bedenklichen Farben - Test eben :- ).

Andererseits habe ich endlich ein Projekt fertig bekommen, das ich auch schon sehr lange geplant habe: eine Tasche aus alten Krawatten! Für die Tasche braucht man 15 Krawatten, und ich dachte mir, die kaufe ich ganz einfach um 20-25 Euro in irgendeinem Altkleiderladen. Weit gefehlt! Im ersten Altkleiderladen hatten sie überhaupt nur ein paar Krawatten, die mir nicht sonderlich gefallen haben, und die billigste kostete 4 Euro. Und im zweiten Laden hatten sie praktisch nur die exklusivsten Markenkrawatten, da gab es keine unter 10 Euro. Und das ist definitiv zu viel, um 15 Stück zu kaufen, sie zu zerschneiden und daraus eine Tasche zu machen. Also legte ich das Projekt erst Mal auf Eis.

Letztens kamen dann so zu sagen die Krawatten zu mir. Wir waren die Schwiegeroma besuchen, und sprachen irgendwann über eine alte Lederjacke und ein paar andere Kleidungsstücke, die sie noch nach Opa hatte. Wir gingen zum Kasten, um uns die Sachen anzusehen - und da hingen 30-40 feine Krawatten und lachten mich an! Eingepackt, zu Hause sortiert und ausgesucht, und wenig später war meine neue Tasche fertig! :-)

Freitag, 23. Mai 2014

Baby-Krabbel-Patchworkdecke aus Stoffresten

Diese Krabbeldecke habe ich schon vor ein paar Jahren angefangen, bevor mein eigenes Baby zum Krabbeln angefangen hat. Aus verschiedenen Gründen blieb sie unfertig liegen bis ich vor ein paar Tagen ein Geschenk für eine Babyparty gebraucht habe.

Die Decke besteht aus 15x15 cm großen Quadraten aus Stoffen mit verschiedenster Haptik, damit es für die kleinen Finger etwas zu erkunden und entdecken gibt ( zum Beispiel Frottee, Samt, Tüll und Viskose) und mit verschiedenen bunten Farben und Motiven, damit auch die Augen eine Freude haben. Eingefasst ist das Ganze mit weichem Fleece, und die ganze Rückseite ist ebenfalls aus Fleece, damit die Decke insgesamt schön weich und bequem für das Baby ist.

Montag, 12. Mai 2014

Polsterbezüge aus alten Jeans fürs Kinderzimmer

Ich habe seit Jahren zwei Schaumstoffpolster herumliegen, von denen ich nicht mal mehr weiß, woher ich sie habe. Ich glaube, es waren Teile von irgendeiner Schlafcouch - nur hatte ich keine Bezüge dazu. Es kann durchaus sein, dass ich mir damals schon gedacht habe, "ach, die Bezüge nähe ich mir doch einfach schnell selber!" :-)

Solche Polster sind super für Kinder zum Herumhüpfen bzw. -knotzen, Verstecke bauen etc., was aber robuste Bezugstoffe voraussetzt. Und was Robustheit betrifft gibt es nichts über Jeansstoffe. Ich habe die Hosenbeine einer alten Jean in der passenden Größe zugeschnitten (bei den Rückseiten habe ich die Gesäßtaschen drangelassen als Bonusversteck für kleine Schätze), für die anderen Seiten habe ich die Teile aus Stoffresten von einem alten Vorhang und einem anderen alten Nähprojekt zugeschnitten. Reißverschlüsse habe ich aus alter Bettwäsche genommen, somit musste ich für die gesamte Aktion gar nichts einkaufen.