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Samstag, 28. November 2015

Subversiver Kreuzstich Upgrade

Ich war nie ein großer Fan von Kreuzstich Stickereien. Diese Kombination von meistens etwas kitschigen Motiven mit der fast schon naiven Darstellungsform des Kreuzstiches tut nichts für mich. Es fehlt mir allerdings überhaupt nicht an Wertschätzung für die Handarbeit, den Aufwand und alles, was dahinter steckt! Als ich vor vielen, vielen Jahren bei irgendeiner Tombola einen Tischläufer mit weihnachtlichem Kreuzstich-Motiv gewonnen habe, wanderte das Teil daher in die Lade und blieb dort in der Versenkung liegen. Zu wertvoll, um es wegzuwerfen, zu uninteressant, um es zu verwenden.

Vor ein paar Jahren entstand aber der Trend, der im Englischen "subversive cross-stitching" genannt wird - in Norwegen nennt man es "Guerrilla-Sticken", ich habe leider keinen deutschen Begriff dafür gefunden. Das ist wesentlich mehr nach meinem Geschmack! Traditionelle, langweilige Motive werden durch eher kontroverse Sprüche ergänzt, und dadurch bekommt das Ganze eine völlig neue, humoristische Dimension, die mir voll taugt.

Langsam nahm dann eine Idee Formen an, wie ich meinen faden Tischläufer doch noch brauchbar machen konnte. In der Mitte war nämlich noch jede Menge Platz für einen guten Spruch, somit musste ich nur ein paar Buchstaben dazusticken. Ich überlegte mir einen halbwegs familientauglichen Fluch für den lästigen Weihnachtsspeck, suchte mir eine einfache Vorlage für Kreuzstich-Buchstaben und stickte los. Bin auch noch rechtzeitig zum Advent fertig geworden! Bring on the Süßigkeiten - mal sehen, ob's hilft :-)

Sonntag, 31. Mai 2015

Pimp my Ikea Hocker

Kleinmöbel von Ikea scheinen diese Eigenschaft zu haben, jeden Umzug und jedes Ummöblieren irgendwie zu überleben, denn auch wenn man sie "jetzt gerade" nicht wirklich braucht, vielleicht kommt ja mal der Tag, wo man wieder GENAU so ein Teil braucht ... So geschehen mit diesem alten Hocker mit einem abnehmbaren Textilbezug. Der stand schon jahrelang irgendwo herum, unauffällig, nicht besonders schön aber auch nicht unansehnlich, nicht im Weg, aber auch nicht in Gebrauch. Bis jetzt.

Auf einmal war ein neuer, leerer Platz aufgetaucht (der Wickeltisch wurde verabschiedet und weitergereicht), wo eine Sitzgelegenheit von Nöten war - aber unbedingt eine mit einer Aufbewahrungsmöglichkeit für die, ähem, Pausenlektüre. Denn die Pausenlektüre wäre sonst am Boden herumgelegen, und das kommt nicht in Frage. Es musste also eine Tasche her.

Nach einem relativ erfolglosen Waschgang habe ich den alten, staubigen (Weiß ist halt nach einigen Jahren wirklich ziemlich undankbar) Hockerbezug einfach mit Textilfarbe ein neues, dunkelgrünes Leben verpasst. In meinem Stofffundus gab es wieder mal einen, wie ich meine, ziemlich geilen Retrostoff, der von Optik und Qualität gut dazu passt, so eine Tasche ist wirklich in wenigen Minuten angenäht, und jetzt ist der Hocker nicht nur doppelt nützlich, sondern auch noch hübsch zum Ansehen. Was will man mehr!

Montag, 11. Mai 2015

Gartentisch von shabby zu chic

Ich habe eine Gartenmöbelgarnitur mit Tisch und vier Stühlen, die ich schon lange irgendwie pimpen wollte. Letztens hatte ich in einem von Monica Weinzettls Workshops in der Kastlwerkstatt dazu Gelegenheit. Die Technik nennt sich "Kalkfarben Old Style", und man kann damit sehr schön diesen romantischen "used look" auf Möbel zaubern. An dem einen Abend hatte ich nur Zeit für den Tisch, aber die Stühle werden demnächst in Heimarbeit folgen.

Ich habe vergessen, ein Vorher-Foto meines Tisches zu machen, aber er sah ungefähr so aus (nur ist er größer):

Bei dieser Technik malt man erst das Stück in einer Farbe an. Ich entschied mich für mehrere :-)

Wenn die untere Farbe trocken ist, trägt man ein Wachs auf an den Stellen, die abgenutzt aussehen sollen, dann wird das ganze deckend mit einer anderen Farbe gestrichen, an den erwähnten Stellen wieder abgeschliffen, und zum Schluss bekommt das Stück eine Wachsfixierung. Und kann anschließend den Garten wunderbarst schmücken!

Montag, 17. November 2014

Teelichthalter aus Birkenstamm

Manchmal ist das Einfachste auch das Schönste. Aus einem Meter Birkenstamm, den ich bei einem Waldspaziergang herumliegen gefunden habe, wurden mit Hilfe einer Säge, einer Bohrmaschine und eines Aufsatzes namens "Forstnerbohrer" fünf Kerzenhalter für Teelichter. I love!

Dienstag, 14. Januar 2014

Altes Nähkästchen mit neuen Aufgaben

Im Keller der "Schwieger-Oma" fand ich ein cooles altes Nähkästchen - nur leider ziemlich schmutzig und schmuddelig. Zerlegt, alle Teile gründlich geputzt, ein paar Schichten Farbe an strategisch wichtigen Stellen und vor allem mit neuem Stoff bezogen, und schon haben wir ein hübsches kleines Ding für die Aufbewahrung von Mützen und Handschuhen im Vorzimmer!

Hier ist das Ergebnis (und links die Ausgangslage):