Sonntag, 15. November 2015

Mehr Farbe ins Grau

Der November und das graue Wetter haben mich dazu motiviert, wieder mal mein Dauer-Malprojekt upzudaten. Das habe ich dieses Jahr quasi vernachlässigt, die Vögelchen vom Jänner haben das ganze Jahr überlebt. Jetzt war mir das alles zu blass, daher habe ich die Malkiste ausgepackt und knallige Farben rausgeholt. Ich kann nicht genau sagen, was es jetzt darstellen soll, und es wird sich herausstellen, wie lange es so bleibt, aber es ist definitiv ein riesiger Farbklecks im Wohnzimmer geworden.

Sonntag, 27. September 2015

Lampen mit Seidenmalerei

Irgendwann vor Jahren habe ich diese wundervollen Lampen der holländsichen Designerin Nicolette Brunklaus entdeckt. Die linke heißt "Sognsvann" und ist nach einem See im Wald nördlich von Oslo benannt, vielleicht hat mich dieser Bezug zur norwegischen Natur angesprochen - jedenfalls habe ich mich verliebt.

Und ich habe, wie so oft, mir gedacht: sowas baue ich mir selbst. Ich habe in meinem Leben noch nie auf Seide gemalt, das heißt auch nicht in den 90ern, als die große Seidenmalwelle umging und jeder zweite Mann mit einer furchtbaren, selbstgemalten Seidenkravatte von seiner Frau beschenkt wurde und tragen musste. Egal, kann ja nicht so schwer sein! :-)

Ich habe ein "Seidenmalen für Anfänger"-Set und ein paar Tücher gekauft und losgelegt. Die ersten Versuche waren nicht wirklich erfolgreich, aber man muss ja erst ein gewisses Gefühl für das Material entwickeln. Und irgendwann hatte ich vier Teile, mit denen ich ganz zufrieden war. Montiert habe ich alles mit der Klebepistole an alten Singleplatten, außenrum habe ich Holzspan geklebt, um die Kante zu verdecken. Die Schirme habe ich dann auf vier Pendelleuchten montiert, wo vorher so fade Glasschirme dran waren; durch das große Loch in den Singleplatten, war es einfach, die neuen Schirme über die Fassung für die Glühbirnen zu kriegen. Und hier sind meine höchstpersönlichen Designer-Seidenlampen:

Freitag, 4. September 2015

Beim Tischdecken Mal anders denken

Blumen müssen nicht immer ordentlich zum Strauß gebunden und in einer langweiligen Vase stehen. Servietten müssen auch nicht immer kunstvoll gefaltet und auf den Teller gelegt werden. So sehe jedenfalls ich das! :-)

Schönes Wochenende!

Freitag, 26. Juni 2015

Business-Filzen in der FilzOase

Durch das sehr empfehlenswerte Netzwerk Business-Mamas bin ich endlich Mal zum Ausprobieren einer für mich neuen Technik gekommen: Filzen! Ich habe bereits Bücher zum Thema durchgeblättert und gedacht, dass ich das irgendwann dann probieren werde, aber da die Inhaberin der FilzOase im 18. Bezirk ebenfalls eine Business-Mama ist, kam die ideale Gelegenheit auf diesem Weg zu mir.

Wir haben in einer sehr netten Runde in ein paar Abendstunden je eine Blume gefilzt - natürlich bei freier Farbwahl und unter fachkundiger Anleitung der Spezialistin, Monika Tatrai. Es hat mir sehr gut gefallen, und ich bin mit meinem allerersten Filzkunststück sehr zufrieden!

Ich werde außerdem sicher wieder in die FilzOase gehen, denn da gibt es auch noch viele andere Workshops, die mich interessieren, wie zum Beispiel für den wunderschönen Naturdruck! Erstaunlich, was für schöne Sachen man da machen kann.

Sonntag, 31. Mai 2015

Pimp my Ikea Hocker

Kleinmöbel von Ikea scheinen diese Eigenschaft zu haben, jeden Umzug und jedes Ummöblieren irgendwie zu überleben, denn auch wenn man sie "jetzt gerade" nicht wirklich braucht, vielleicht kommt ja mal der Tag, wo man wieder GENAU so ein Teil braucht ... So geschehen mit diesem alten Hocker mit einem abnehmbaren Textilbezug. Der stand schon jahrelang irgendwo herum, unauffällig, nicht besonders schön aber auch nicht unansehnlich, nicht im Weg, aber auch nicht in Gebrauch. Bis jetzt.

Auf einmal war ein neuer, leerer Platz aufgetaucht (der Wickeltisch wurde verabschiedet und weitergereicht), wo eine Sitzgelegenheit von Nöten war - aber unbedingt eine mit einer Aufbewahrungsmöglichkeit für die, ähem, Pausenlektüre. Denn die Pausenlektüre wäre sonst am Boden herumgelegen, und das kommt nicht in Frage. Es musste also eine Tasche her.

Nach einem relativ erfolglosen Waschgang habe ich den alten, staubigen (Weiß ist halt nach einigen Jahren wirklich ziemlich undankbar) Hockerbezug einfach mit Textilfarbe ein neues, dunkelgrünes Leben verpasst. In meinem Stofffundus gab es wieder mal einen, wie ich meine, ziemlich geilen Retrostoff, der von Optik und Qualität gut dazu passt, so eine Tasche ist wirklich in wenigen Minuten angenäht, und jetzt ist der Hocker nicht nur doppelt nützlich, sondern auch noch hübsch zum Ansehen. Was will man mehr!

Montag, 11. Mai 2015

Gartentisch von shabby zu chic

Ich habe eine Gartenmöbelgarnitur mit Tisch und vier Stühlen, die ich schon lange irgendwie pimpen wollte. Letztens hatte ich in einem von Monica Weinzettls Workshops in der Kastlwerkstatt dazu Gelegenheit. Die Technik nennt sich "Kalkfarben Old Style", und man kann damit sehr schön diesen romantischen "used look" auf Möbel zaubern. An dem einen Abend hatte ich nur Zeit für den Tisch, aber die Stühle werden demnächst in Heimarbeit folgen.

Ich habe vergessen, ein Vorher-Foto meines Tisches zu machen, aber er sah ungefähr so aus (nur ist er größer):

Bei dieser Technik malt man erst das Stück in einer Farbe an. Ich entschied mich für mehrere :-)

Wenn die untere Farbe trocken ist, trägt man ein Wachs auf an den Stellen, die abgenutzt aussehen sollen, dann wird das ganze deckend mit einer anderen Farbe gestrichen, an den erwähnten Stellen wieder abgeschliffen, und zum Schluss bekommt das Stück eine Wachsfixierung. Und kann anschließend den Garten wunderbarst schmücken!

Donnerstag, 30. April 2015

Genial/einfach: Stofflabyrinth

Ich habe mal von den Ideen geschrieben, die man quasi blitzartig bekommt und sofort umsetzen muss. Hier ist wieder so eine: In einer Gruppe hat eine nach Näh-Ideen für Kinder-Geburtstagsgeschenke gefragt, eine andere hat "Stofflabyrinth" inkl. Link zu einem Tutorial geantwortet, und wenige Stunden später war meins fertig.

Das funktioniert so: man druckt sich eine Labyrinthvorlage in gewünschter Größe aus, schneidet zwei um ca 2-3 cm größere Stoffstücke zu (idealerweise eines davon ohne Muster, damit man nachher das Labyrinth gut sieht) und näht sie rechts auf rechts zusammen (Öffnung zum Wenden lassen). Wenden, pressen, das Labyrinth drauflegen und über das Papier einfach drübernähen, nachher das Papier wegreißen. Durch die Wendeöffnung noch schnell einen Glasstein hineinstecken (im Foto zur Verdeutlichung oben draufgelegt), Öffnung zunähen, und schon können kleine Finger versuchen, den Stein den richtigen Weg von Ecke zur Ecke durch das Labyrinth entlang zu schieben.

Donnerstag, 16. April 2015

Refashion à la MILCH: Das Hosenkleid

Letztes Wochenende hat die Cloed von MILCH zu einem "All-you-can-sew"-Workshop eingeladen, bei dem ich mitgemacht habe, weil mir erstens die coolen Upcycling-Designs von Cloed sehr gut gefallen und ich mir zweitens die Location anschauen wollte; das magdas HOTEL im Prater. Und es war beides - der Workshop und das Hotel - sehr, sehr super! Außerdem hatte ich Gelegenheit, wieder Mal ein bisschen mit der lieben Nunu zu plaudern, weil sie auch dort war und sich ein paar Kleider genäht hat. Und die anderen Teilnehmerinnen waren auch sehr nett, es war überhaupt eine sehr nette, konzentrierte aber kreative Stimmung.

Cloed macht unter der Marke MILCH eben sehr, sehr coole Sachen (Kleider, Röcke, Taschen, Hüte, ...) aus alten Herrenhosen und -hemden, und an diesem Tag stand sie mit einem Riesenhaufen frisch gewaschener Altkleidung, vielen Schnittmustern, vielen fertigen Stücken zur Inspiration und ihrem gesamten Wissen uns Workshopteilnehmerinnen sieben Stunden lang zur Verfügung. Ich bin mit zwei Röcken und zwei Kleidern nach Hause gegangen, ich muss allerdings bei den Röcken und beim Hemdkleid noch ein bisschen säumen und so Kleinarbeit machen. Aber das Hosenkleid habe ich jetzt ganz fertig, und ich habe es heute zum ersten Mal ausgeführt.

Hier ist die Vorlage/das Original von MILCH, und unten seht ihr meine Version - links die beiden Hosen vorher. Cloeds Model hatte zwar nicht ganz so einen bad hair day wie ich heute, aber what shall's, es geht um das Kleid :-)

Donnerstag, 19. März 2015

Safarikleid Refashion

Ich habe mir mal so ein sandfarbenes, langes, geknöpftes Kleid im "Safari-Look" gekauft, vermutlich ist es schon an die zwanzig Jahre her. Ich erinnere mich, dass ich es getragen habe, aber die meiste Zeit hing es wohl irgendwo im Kasten. Es ist aus einer guten Leinen-Baumwoll-Mischung, die sehr angenehm zu tragen ist, aber vom Stil her gefiel es mir überhaupt nicht mehr, und die Farbe ist einfach nicht besonders gut für mich. Also habe ich beschlossen, es entsprechend zu ändern.

Schritt 1: Ab in die Waschmaschine mit Textilfarbe. Ich liebe halt grün ... :-) Schritt 2: Kürzen. VIEL. Schritt 3: Auch die Ärmel habe ich gekürzt und etwas schräg geschnitten, damit die Form ein bisschen femininer wird. Schritt 4: Neue Knöpfe, denn die alten blassen Plastikknöpfe sind gegen das neue Grün unvorteilhaft aufgefallen. Ein Gürtel - oder in diesem Fall der Strickschal, den ich letztens gemacht habe - für die Taille, und fertig ist das neue Safarikleid!

Dienstag, 17. März 2015

Gestrickter Schmuck

Wenn die "Wolle" besonders auffällig ist, muss das Gestrickte gar nicht so spektakulär sein, um ein schönes Ergebnis zu bekommen:

Bei diesem Stück habe ich einfach eine Art Schal gestrickt, schmal und lang, und ich finde, es funktioniert fast wie Schmuck bei diesen schönen, leuchtenden Farben!