Donnerstag, 19. März 2015

Safarikleid Refashion

Ich habe mir mal so ein sandfarbenes, langes, geknöpftes Kleid im "Safari-Look" gekauft, vermutlich ist es schon an die zwanzig Jahre her. Ich erinnere mich, dass ich es getragen habe, aber die meiste Zeit hing es wohl irgendwo im Kasten. Es ist aus einer guten Leinen-Baumwoll-Mischung, die sehr angenehm zu tragen ist, aber vom Stil her gefiel es mir überhaupt nicht mehr, und die Farbe ist einfach nicht besonders gut für mich. Also habe ich beschlossen, es entsprechend zu ändern.

Schritt 1: Ab in die Waschmaschine mit Textilfarbe. Ich liebe halt grün ... :-) Schritt 2: Kürzen. VIEL. Schritt 3: Auch die Ärmel habe ich gekürzt und etwas schräg geschnitten, damit die Form ein bisschen femininer wird. Schritt 4: Neue Knöpfe, denn die alten blassen Plastikknöpfe sind gegen das neue Grün unvorteilhaft aufgefallen. Ein Gürtel - oder in diesem Fall der Strickschal, den ich letztens gemacht habe - für die Taille, und fertig ist das neue Safarikleid!

Dienstag, 17. März 2015

Gestrickter Schmuck

Wenn die "Wolle" besonders auffällig ist, muss das Gestrickte gar nicht so spektakulär sein, um ein schönes Ergebnis zu bekommen:

Bei diesem Stück habe ich einfach eine Art Schal gestrickt, schmal und lang, und ich finde, es funktioniert fast wie Schmuck bei diesen schönen, leuchtenden Farben!

Montag, 16. Februar 2015

Die (fast) unendliche Geschichte vom verfluchten Norweger-Pulli

Vor langer Zeit habe ich grüne und weiße Wolle gekauft, um dem Herrn Sohn einen Pulli mit Norwegermuster zu stricken. Untraditionelle Farben, aber ich finde gerade die Mischung von traditionellen Mustern mit untraditionellen Farben oft spannend. Die Wolle blieb aber lange in der Wollkiste liegen. Vor ein paar Monaten hat mich plötzlich die Stricklust gepackt, und ich habe mir den ersten Knäuel und ein paar Stricknadeln geschnappt und losgelegt. Nach ca 10 cm hab ich mich ein paar Sekunden lang gefragt, warum ich einem Dreijährigen einen weißen Pulli stricke (das Muster ist nur oben im Brust- und Schulterbereich), aber egal, das wird schon passen. Nach knapp 20 cm war der erste Knäuel weg, und ich stürzte mich voller Eifer in die Wollkiste, um den nächsten zu holen - nur um festzustellen, dass da nur drei Knäuel in Grün lagen. Das Ganze war in Weiß auf Grün geplant.

Ich habe dann am nächsten Tag, immer noch voller Tatendrang, in Grün neu angeschlagen. Munter die ersten vier cm (abwechselnd 1 M rechts und 1 M links) gestrickt - auf 3er-Nadeln. Diese sollten aber erst beim Glattstrick oberhalb zum Einsatz kommen, also hab ich wieder aufgetrennt. Ein drittes Mal angeschlagen, diesmal in der richtigen Farbe (Grün) auf den richtigen Nadeln (2,5). Am Ende der ersten Reihe hatte ich plötzlich eine ungerade Anzahl an Maschen, und es sah so aus, als hätte ich an einer Stelle eine Masche fallen lassen. Oder doch nur zu locker angeschlagen? Egal, ich fügte halt seitlich noch eine hinzu, das fällt nicht auf. Wieder bis knapp 20 cm Länge gestrickt und mich gewundert, warum von der grünen Wolle noch so viel da ist. Der weisse Knäuel war ja hier schon aus gewesen. Und überhaupt: waren die Maschen vorher nicht viel dichter an der Nadel zusammengeschoben gewesen beim Stricken? Zur Sicherheit noch Mal nachgezählt ... Habe ich 38 Maschen zu wenig angeschlagen. ACHTUNDDREISSIG! Zum dritten Mal aufgetrennt. Ich war ja froh, dass es schon sehr spät war und der Junior somit im Bett, sonst hätte er unabsichtlich eine unvergessliche Vokabelstunde bekommen!

Einige Tage später waren die 20 cm zum dritten Mal erreicht, diesmal richtige Farbe auf richtigen Nadeln, der grüne Knäuel war auch tatsächlich aus, und ich hatte eine ausgewachsene Sehnenscheidenentzündung im rechten Arm: Pause auf unbestimmte Zeit. Es ist lustig, was man alles findet, wenn man in Google nach "Exorzist Wien" sucht! :-)

Im Jänner habe ich weitermachen können und mit dem Muster angefangen. Nach ca 5 cm kettet man da seitlich ein paar Maschen für die Ärmelöffnung ab und strickt vorne und hinten getrennt weiter. Ich habe die Rückseite fertiggestrickt, dann in meinem Eifer vergessen, an der Vorderseite weitere Maschen seitlich an der Ärmelöffnung abzunehmen. Da habe ich zur Abwechslung 7 cm Muster auftrennen dürfen. Das ist ECHT mühsam, daher habe ich das ganze Projekt erst mal zur Seite gelegt.

Vor zwei Wochen habe ich dann endlich die Vorderseite bis zum Ärmelloch wieder aufgetrennt und noch mal gestrickt. Ich habe mich beim Muster verzählt, so dass alles auf einmal völlich schief war, ich hatte selten die laut Anleitung exakt richtige Anzahl an Maschen an der Nadel, aber die Korrekturen waren zumindest jetzt nicht mehr so zeitaufwändig, und ich habe es tatsächlich geschafft, das Ding fertig zu bekommen. Und ich liebe es, und der Junior auch - was natürlich das wichtigste ist. Er wollte sogar damit ins Bett gehen! Also doch noch ein Happy End :-)

Und so sieht es aus (ich habe übrigens nicht die Ärmel aus Frust weggelassen, das Modell ist ärmellos ;-):

Donnerstag, 29. Januar 2015

Die nächste stylishe Mini-Wickeltasche

Eine liebe Freundin bekommt in wenigen Wochen ihr erstes Baby, heute richten wir ihr eine Babyshower aus, und mein Mitbringsel (neben rosa Cupcakes - es wird ein Mädchen :- ) ist meine altbewährte Wickel-Clutch.

Ich LIEBE diese alten "retro-gemusterten" Baumwollstoffe, und diese Tasche finde ich einfach supercool. Mal was anderes als die ganzen Eulen, Teddybären und Blümchen, die man sonst so sieht.

Montag, 26. Januar 2015

Schneevögel

Mein "Dauerprojekt" Wohnzimmergemälde hatte schon lange Pause. Es gab im letzten Jahr zwar die eine oder andere kleine Änderung am Motiv, aber Faktum ist, dass ich seit dieser Version nicht wirklich etwas daran verändert habe (die Weihnachtssachen wurden nach Weihnachten schon ersetzt, aber das war's dann auch).

Jetzt war das schon sehr langweilig geworden, daher habe ich wieder die Malkiste und ein paar alte Schablonen ausgepackt, und jetzt fliegen die kleinen Vöglein da quasi im Schneegestöber herum.

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Was tun wenn die Tischdecke zu kurz ist?

Im Nachhinein betrachtet kann ich gar nicht erklären, wie es dazu kommen konnte, denn den Tisch habe ich schon sehr lange. Und das Tischtuch auch, soweit ich mich erinnern kann. War es ein Fehlkauf gewesen? Oder vielleicht einfach ein zu klein geratenes Geschenk? Jedenfalls hatte ich diese Tischdecke aus Leinen in guter Qualität, und mir haben sowohl Stoffstruktur als auch Farbe super gefallen, also habe ich mich neulich mit der Frage beschäftigt: Was tun, wenn die schöne Tischdecke nicht zum Tisch passt, weil sie zu kurz ist? Nachdem die Decke einfach jahrelang in der Schublade lag (aufschieben ist zwar keine Problemlösung, aber manche Lösungen wollen einfach erst mal reifen), habe ich die Sache jetzt angepackt und erledigt.

Man nehme also eine Tischdecke, die genauso lang ist, wie der Tisch. Links und rechts irgendwas drannähen wollte ich nicht, denn das sieht dann meistens so angestückelt aus, dass man erst recht merkt, wie blöd die ursprüngliche Länge war. Also habe ich einen GANZ anderen Stoff dazugenommen (nämlich Organza, wodurch man dann auch den schönen Holztisch darunter sehen kann) und mehrere Teile gemacht. Gemessen und gerechnet, Nahtzugaben addiert und wieder abgezogen, nochmal gerechnet, geteilt und gehofft. Und noch dazu sogenannte französische Nähte gemacht, damit es richtig schön wird. Alles in allem ein ziemlich denkintensives Projekt (links auf links, rechts auf rechts, wieviel kommt dazu, und wieviel ist dann wieder weg? etc.), aber es hat Spaß gemacht, und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden!

Samstag, 6. Dezember 2014

Weihnachtsgeschenke zugenäht

Ich bin ja schon lange der Meinung, dass es nicht immer Geschenkpapier sein muss, wenn man etwas schön verpacken und herschenken möchte. Daher habe ich die Weihnachtsgeschenke für meine Kunden heuer auch nicht in Papier verpackt, sondern ganz einfach in Jute eingenäht.

Was drin ist, kann ich natürlich nicht schon am 6. Dezember sagen, aber so viel sei verraten: es hat etwas mit ausgesuchten kulinarischen Köstlichkeiten zu tun ... :-)

Montag, 17. November 2014

Teelichthalter aus Birkenstamm

Manchmal ist das Einfachste auch das Schönste. Aus einem Meter Birkenstamm, den ich bei einem Waldspaziergang herumliegen gefunden habe, wurden mit Hilfe einer Säge, einer Bohrmaschine und eines Aufsatzes namens "Forstnerbohrer" fünf Kerzenhalter für Teelichter. I love!

Freitag, 31. Oktober 2014

Verstrickt und umgenäht

Da war diese norwegische Fernsehmoderatorin, die sich einen Pullover gestrickt hat, und schon haben ALLE Frauen in Norwegen den Pulli nachgestrickt ("Skappelgenser", falls das wen interessiert ..."). Ich war als Wahlausländerin zwar etwas spät dran, habe aber letztes Jahr auch ein Exemplar der Gattung gestrickt. Aus feinster Alpakkawolle mit Merino gemischt. Quasi ein kleines Vermögen in Wolle angelegt.

Nach der Fertigstellung entwickelte sich aber eine Hassliebe. So leicht! Und trotzdem so herrlich warm! Diese wunderbare Farbmischung! Die schöne Struktur! So schnell fertiggestrickt! Und dann VIIIIIIEL zu lang, völlig schief zusammengenäht und so locker, dass man gefühlt alle 5 Minuten irgendwo hängenbleibt und eine Masche ausreisst *grrrrrrr*!

Das fertige Ergebnis war eigentlich kaum zu tragen. Nicht mal als Kleid oder "Longshirt". Auftrennen unmöglich. Wegwerfen VIEL zu teuer und eigentlich doch zu schön. Also blieb mir nur eines: Unten ein paar Mal mit Zickzackstichen rundherumnähen und beinhart abschneiden.

Ich überlege noch, ob ich mit dem unteren Rand noch etwas machen soll, aber bis dahin trage ich das Teil einfach so wie es ist. Weil es doch sooooo schön leicht und warm ist. Und ich die Farbmischung liebe. Und diese schöne Struktur ... :-)

Sonntag, 12. Oktober 2014

Geschenkbeutel für Herrn P.

Weil:

  • Man sie so super individualisieren kann
  • und man sie nachher für andere Sachen weiterverwenden kann
  • und sie so schnell genäht sind
  • und sie so viel umweltfreundlicher als Geschenkpapier sind
  • und so viele Stoffreste weg müssen
nähe ich so gerne diese kleinen Taschen als Geschenkbeutel. Und diesmal war der junge Herr P. dran, der zur Taufe Holzklötze in seinem ganz persönlichen Stoffsackerl bekommen hat.